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Kommentar

Mercedes steckt in der Luxusfalle

Ein Mercedes vom Typ EQS 580 4Matic mit integriertem Drive Pilot fährt im fließenden Verkehr auf der Autobahn A100 unter Anwendung des Drive Pilots, einer Technologie der Mercedes Benz AG für das Autonome Fahren.

Frankfurt am Main. Was Mercedes-Chef Ola Källenius mit aller Macht vorantreibt, ist aus seiner Sicht plausibel. Mit der E-Mobilität und mit dem autonomen Fahren wird es zunehmend schwerer, mit kompakten und sparsamen Pkw Geld zu verdienen, sie werden verwechselbar und immer stärker zu Gebrauchsgegenständen.

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Hände weg vom Lenker! Auf der Autobahn mit dem Drive Pilot von Mercedes

Als erster Autohersteller hat Mercedes-Benz in Deutschland eine Lizenz zum hochautomatisierten Fahren der Stufe drei erhalten. Seit 2017 ist das nach dem Straßenverkehrsgesetz (StVG) auf deutschen Autobahnen zugelassen – wenn auch mit etlichen Einschränkungen. Ein Selbstversuch mit dem neuen Elektroflaggschiff EQS.

Källenius‘ Strategie geht davon aus, dass nicht allen, die künftig im Individualverkehr unterwegs sind, gleichgültig ist, welches Logo auf dem Wagen klebt. Er setzt auf wohlhabende Menschen, für die Autos bewegliche Luxus-Wohnzimmer sind, die sie als Statussymbol vorzeigen können. Richtig ist, dass diese Kategorie der verschwenderisch teuren Konsumgüter in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen ist. Vor allem durch die schnell reich gewordene neue Mittelklasse in China.

Källenius baut auf ansteigende Nachfrage

Doch wird die Nachfrage dauerhaft weiter so steil ansteigen? Genau darauf baut Källenius. Und er ist damit nicht alleine. Fast jeder größere Autobauer strebt mit Macht ins Geschäft mit den Wohlhabenden. Das geht von Maserati (Stellantis-Konzern) über Genesis (Hyundai-Gruppe) bis zu Newcomern wie Nio (China) oder Polestar (China/Schweden). Letztere haben sich bereits konsequent für Elektrifizierung und Digitalisierung entschieden.

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Es wird eng und ungemütlich werden im Luxus-Segment, es wird harte Kämpfe um die Gunst der Reichen geben. Und auch dieser Klientel kann durch Krisen aller Art schnell die Kauflust vergehen. Die große Frage ist, ob unter diesen Umständen tatsächlich mit Luxus dauerhaft mehr Geld als mit sogenannten Massenmarktmodellen verdient werden kann.

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