Auswirkung der russischen Teilmobilmachung?

Nach neuen Spannungen mit Russland: Preise für Erdgas und Öl wieder deutlich gestiegen

Russland hat die Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 wegen angeblich technischer Probleme unterbrochen.

Russland hat die Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 wegen angeblich technischer Probleme unterbrochen.

Frankfurt/Main. Der Preis für europäisches Erdgas ist mit neuen Spannungen zwischen Russland und dem Westen wieder gestiegen. Am Mittwochvormittag kletterte der Preis des Terminkontrakts TTF für niederländisches Erdgas um rund neun Prozent bis auf etwa 213 Euro je Megawattstunde. Der TTF-Kontrakt gilt als Richtschnur für das europäische Preisniveau. Seit Mitte September war der Preis tendenziell gefallen, allerdings von hohem Niveau aus.

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Auch die Ölpreise sind von den Preissteigerungen betroffen: Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 92,76 Dollar und damit 2,14 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2,12 auf 86,06 Dollar. Zuvor waren die Ölpreise seit einiger Zeit wegen der Erwartung einer schwachen Konjunktur in vielen großen Volkswirtschaften gesunken. Im Kampf gegen die hohe Inflation haben viele Notenbanken die Leitzinsen deutlich erhöht, was die wirtschaftliche Entwicklung bremst.

Weitere Zinserhöhung durch US-Notenbank erwartet

Im weiteren Handelsverlauf dürfte sich das Interesse der Anleger verstärkt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed richten, die am Abend erwartet wird. Am Markt wird fest mit einer weiteren deutlichen Zinserhöhung gerechnet.

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Auslöser für die jüngsten Preisanstiege dürfte die Ausrufung der Teilmobilmachung durch Russlands Präsident Wladimir Putin wegen des Ukraine-Kriegs sein. Die ohnehin unsicheren Aussichten für die Gasversorgung Europas im Winter werden damit noch ungewisser. Russland hat die Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 wegen angeblich technischer Probleme unterbrochen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Bundesregierung den unter der Gaskrise leidenden Energiekonzern Uniper weitgehend verstaatlichen will.

RND/dpa

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