VW denkt über Europcar-Rückkauf nach

Der Volkswagen-Konzern denkt laut einem Medienbericht über den (Rück)Kauf des Autovermieters Europcar nach.

Der Volkswagen-Konzern denkt laut einem Medienbericht über den (Rück)Kauf des Autovermieters Europcar nach.

Wolfsburg. Durch die Corona-Krise ist die Mobilität der Menschen weltweit massiv zurückgegangen und hat somit auch die großen Autovermieter in die Knie gezwungen. Die Folgen sind weitreichend: Der US-Autovermieter Hertz hat im Mai bereits Insolvenz angemeldet. Auch in Europa kämpfen die Anbieter mit den Folgen der Corona-Pandemie.

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Sixt erwartet erst 2021 eine Rückkehr zur Normalität

Der deutsche Anbieter Sixt etwa berichtete seinen Aktionären am Mittwoch von drastischen Einbußen im ersten und vor allem im zweiten Quartal, dass das schlechteste der Unternehmensgeschichte werde. Für das zweite Halbjahr 2020 sei man dagegen vorsichtig optimistisch, wie es hieß.

Es gebe “in den europäischen Urlaubsdestinationen wie auch im inneramerikanischen Flughafengeschäft derzeit wieder einen Buchungsanstieg im Vergleich zum Zeitraum April und Mai”, sagte Vorstandschef Erich Sixt am Mittwoch bei der Online-Hauptversammlung.

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Man rechne bei Sixt für das Gesamtjahr mit einem starken Umsatzrückgang. Der Gewinn vor Steuern dürfte zwar deutlich positiv, aber “sehr stark unter dem Vorjahr” liegen. Erst nächstes Jahr erwarte das Unternehmen eine Rückkehr zur Normalität.

Europcar sucht frisches Geld

Wie die F.A.Z. am Donnerstag berichtet, hat auch der französische Autovermieter Europcar mit seinen fast 13.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 3 Milliarden Euro Probleme, sein Geschäft allein aufrecht zu erhalten und sucht demnach einen Investor, der an einer Beteiligung interessiert sei. Im Moment erhält der Autovermieter Staatshilfen.

Nun habe anscheinend der Volkswagen-Konzern Interesse an Europcar, wie die Zeitung weiter berichtet. Der Dax-Konzern erwäge einen Rückkauf des Unternehmens, das man 2006 für mehr als 3 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Eurazeo verkauft hatte. VW sei schon in Gesprächen und wolle sich auch die Zahlen von Europcar anschauen, heißt es im Bericht weiter.

Inwieweit VW die einzige Alternative der Franzosen ist, bleibt abzuwarten. Laut der F.A.Z. gäbe es auch aus den USA Interessenten. Seitens Analysten gehe man davon aus, dass der VW-Konzern mit dem Deal seine Dienste rund um neue Mobilität stärken wolle, so die Zeitung.

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RND/dpa/casc

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