Tarifkonflikt

Einigung bei Metallern: IG Metall Küste strebt Übernahme an

Beschäftigte von Caterpillar Motoren, Neptun Werft und SEAR GmbH haben sich zu einem Warnstreik der IG Metall eingefunden.

Beschäftigte von Caterpillar Motoren, Neptun Werft und SEAR GmbH haben sich zu einem Warnstreik der IG Metall eingefunden.

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover (dpa). Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat es am frühen Freitagmorgen eine Einigung gegeben - und die soll im besten Fall auch für den Norden übernommen werden. Vorgesehen sind den Angaben von IG Metall und Arbeitgebern zufolge Lohnsteigerungen von 5,2 Prozent zum Juni 2023 und noch einmal 3,3 Prozent ab Mai 2024 bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Dazu kommen steuerfreie Einmalzahlungen von insgesamt 3000 Euro. Die Gewerkschaft im Norden strebt nun eine Übernahme dieses Pilotabschlusses an, wie sie am Freitag in Hamburg mitteilte.

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«Das ist ein gutes Ergebnis in einer schwierigen Zeit. Die Beschäftigten werden zeitnah netto entlastet, und wir haben Tabellenerhöhungen durchgesetzt, die dauerhaft wirken», sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, laut Mitteilung. Es werde nun mit den Gremien die Übertragung für den Norden beraten und dann solle kurzfristig ein Verhandlungstermin mit dem Arbeitgeberverband Nordmetall vereinbart werden. Der Vorstand der IG Metall hatte zuvor die Übernahme des Pilotergebnisses in allen Tarifgebieten empfohlen.

Die IG Metall war Mitte September mit ihrer höchsten Forderung seit 2008 in die Gespräche gegangen: Acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr. Die Arbeitgeber hatten im Laufe der Tarifverhandlungen 3000 Euro als Einmalzahlung angeboten. Dazu hatten sie eine unbezifferte Erhöhung der Gehaltstabellen bei einer Laufzeit von 30 Monaten in Aussicht gestellt.

Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden richteten sich zur fünften Runde am Donnerstag alle Augen nach Baden-Württemberg. Die IG Metall hatte grünes Licht für einen Pilotabschluss in dem Bezirk gegeben, der auch früher schon oft Vorreiter für tarifliche Einigungen gewesen war.

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Bei Warnstreiks im gesamten Bundesgebiet beteiligten sich laut IG Metall bis zum Donnerstag knapp 900.000 Menschen. Aus dem Norden haben sich den Angaben zufolge daran mehr als 81.000 Menschen beteiligt.

© dpa-infocom, dpa:221118-99-567066/2

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