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Niedersachsen / Handel

Neue Allianz im Elektromarkt

Laden von Notebooksbilliger.de in Laatzen. Gemeinsam mit Medimax kommt das Unternehmen auf rund 120 Geschäfte.

Laden von Notebooksbilliger.de in Laatzen. Gemeinsam mit Medimax kommt das Unternehmen auf rund 120 Geschäfte.

Hannover. Der Sarstedter Elektronikhändler Notebooksbilliger.de und die Ladenkette Medimax verbünden sich. Die beiden Unternehmen wollen zu Beginn des kommenden Jahres eine gemeinsame Holding gründen, um das Onlinegeschäft und den stationären Handel mit mehr als 120 Läden zu verbinden. Sie machen damit Media Markt/Saturn, Expert und Euronics verstärkt Konkurrenz. Die Holding soll ihren Sitz in Düsseldorf haben, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten. Beiden Firmen und Marken bestünden weiter, sagte Notebooksbilliger.de-Vorstand Martin Schwager. Der Standort Sarstedt bleibe „auf jeden Fall“ erhalten – und vermutlich werde er ausgebaut.

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Der Onlinehändler Notebooksbilliger.de hat bisher auch fünf eigene Läden – in Laatzen, München, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart. Sein Hauptgeschäft macht er jedoch im Internet. Das von Arnd von Wedemeyer aufgebaute Unternehmen wird in diesem Jahr nach eigenen Angaben erstmals einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erzielen. Es beschäftigt mehr als 900 Mitarbeiter.

Die Medimax-Kette mit rund 2000 Beschäftigten wiederum hat ihre Schwerpunkte im stationären Handel. Filialen der Gruppe sind auch etwa in Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Damme, Duderstadt, Werlte und Osterholz-Scharmbeck. Den Umsatz wollte eine Medimax-Sprecherin nicht nennen. Gemeinsam mit Notebooksbilliger.de will man auf einen „Zielumsatz“ von rund 2 Milliarden Euro kommen, hieß es. Die Marke Medimax gehört zum Electronic-Partner-Verbund der Unternehmerfamilie Haubrich, der seit 2012 auch eine Minderheitsbeteiligung bei Notebooksbilliger.de hält.

Die Zustimmung des Bundeskartellamtes zu dem Elektronik-Joint-Venture steht noch aus. Anteilseigner der neuen Holding sollen die Unternehmer von Wedemeyer und Haubrich sein. Der genauen Eigentumsverhältnisse geben die Firmen nicht bekannt. „Beide Anteilseigner gehen eine gleichberechtigte Partnerschaft auf Augenhöhe ein“, erklärten sie.

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„Uns treibt die Vision an, das Beste aus zwei Welten zu erschaffen“, sagte der Vorstandschef von Notebooksbilliger.de, Oliver Ahrens. Gemeint sind die Vertriebswege Internet und stationärer Handel. Auf diese Weise wollen die Unternehmen neue Wachstumschancen nutzen. Notebooksbilliger.de-Manager Schwager erwartet, dass deshalb die Zahl der Arbeitsplätze eher steigen werde. „Es gibt noch genügend Leute, die nicht online einkaufen wollen.“ Trotz des zunehmenden Onlinehandels sei „Retail noch lange nicht weg“. Im Raum Hannover gibt es Filialen sowohl von Medimax als auch Notebooksbilliger.de. Die Standorte blieben erhalten, erklärten die Unternehmen – doch man werde sich die Lage dann „in Ruhe anschauen“, meinte Schwager.

Über den Namen der geplanten Holding sollen die Kunden der Unternehmen entscheiden. Sie haben in den kommenden Wochen die Gelegenheit, Namensvorschläge zu unterbreiten – und danach über ihre Favoriten abzustimmen.

Von Dirk Stelzl

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