Metallindustrie

Rund 3000 Metaller demonstrieren in Salzgitter für mehr Geld

Kundgebungsteilnehmer zum Warnstreik der Metall- und Elektroindustrie stehen während der Kundgebung auf der Verkehrskreuzung «Kreuzung der Metallerinnen und Metaller».

Kundgebungsteilnehmer zum Warnstreik der Metall- und Elektroindustrie stehen während der Kundgebung auf der Verkehrskreuzung «Kreuzung der Metallerinnen und Metaller».

Salzgitter (dpa/lni). In Salzgitter haben am Dienstag zahlreiche Beschäftigte aus der Metall- und Elektrobranche bei neuen Warnstreik-Aktionen ihre Forderung nach acht Prozent mehr Geld untermauert. Nach Angaben der IG Metall versammelten sich etwa 3000 Menschen in der Industriestadt, um gegen das aus ihrer Sicht bislang unzureichende Angebot der Arbeitgeber zu demonstrieren. In Aerzen bei Hameln und in Northeim gab es ebenfalls Kundgebungen, dort kamen der Gewerkschaft zufolge 1500 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Der IG-Metall-Bezirkschef in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Thorsten Gröger, deutete eine Verschärfung der Ausstände an: «Wir können noch eine deutliche Schippe drauflegen. Und das wird wohl nach der vierten Verhandlung notwendig sein.» Auch eine Urabstimmung über großflächige Streiks sei nun «keine leere Drohgebärde» mehr.

Der Tarifkonflikt in der deutschen Kernbranche ist festgefahren. In der vergangenen Woche waren die Gespräche auch im Nordwesten abermals ergebnislos vertagt worden. Während die IG Metall dauerhaft wirksame Lohnsteigerungen im Kampf gegen die starke Teuerung verlangt, bot der Arbeitgeberverband bisher mit Verweis auf den Kostendruck bei Energie und Rohstoffen eine einmalige, steuer- und abgabenfreie «Inflationsausgleichsprämie» von 3000 Euro. Eine mögliche Erhöhung der Tabellenentgelte wurde hingegen noch nicht konkretisiert.

Am Donnerstag (17.11.) wollen beide Seiten in Baden-Württemberg wieder miteinander reden. Hinter den Kulissen laufen auch in anderen Bezirken intensive Vorgespräche - die seit Mitte September laufende Tarifrunde könnte auf eine Entscheidung zusteuern. In Niedersachsen sind für die kommenden beiden Tage zunächst noch weitere Warnstreiks und Kundgebungen geplant, unter anderem in Hannover und Braunschweig.

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© dpa-infocom, dpa:221115-99-528354/4

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