US-Notenbank Fed setzt Wachstumsprognose für 2021 erneut herab – höhere Inflation erwartet

Jerome Powell, Vorsitzender der Notenbank Federal Reserve (Fed).

Jerome Powell, Vorsitzender der Notenbank Federal Reserve (Fed).

Washington. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr nochmals gesenkt. Im September war die Zentralbank noch von einem Plus von 5,9 Prozent ausgegangen, nun erwartet sie ein Wachstum von 5,5 Prozent, wie die am Mittwoch veröffentlichten Prognosen der Fed zeigten. Im Juni hatte die Notenbank für die weltgrößte Volkswirtschaft noch mit einem Wachstum von 7 Prozent gerechnet. Für 2022 rechnet die Notenbank nun mit einem Wachstum von 4 Prozent.

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Die Zentralbank korrigierte zudem ihre Inflationserwartung erneut nach oben. Für 2022 rechnet die Fed nun mit einer Teuerungsrate für die Verbraucher von 5,3 Prozent. Im September war sie noch von 4,2 Prozent ausgegangen. Für 2022 rechnet die Fed mit einer Inflationsrate von 2,6 Prozent, 0,4 Prozentpunkte mehr als noch in der September-Prognose. Mittelfristig strebt die Zentralbank eine durchschnittliche Inflationsrate von rund 2 Prozent an.

Die Prognose für die Arbeitslosenquote zum Jahresende senkten die Notenbanker von zuletzt 4,8 Prozent auf nunmehr 4,3 Prozent, was die anhaltende Erholung am Arbeitsmarkt reflektiert. Viele Firmen klagen bereits über einen Mangel an Arbeitskräften. Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise hatte die Quote fast 15 Prozent erreicht. Vor der Pandemie lag die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten.

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US-Notenbank signalisiert Zinsanhebungen im kommenden Jahr

Zudem signalisiert die US-Notenbank für das kommende Jahr eine stärkere Straffung der Geldpolitik als zuletzt erwartet. Wie aus Prognosen der Fed vom Mittwoch hervorging, könnte der Leitzins, der aktuell in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent liegt, im Jahr 2022 auf 0,9 Prozent steigen. In der vorigen Prognose vom September war die Fed noch von einem Niveau von 0,3 Prozent ausgegangen. Für 2023 wird nun ein Zinsniveau von 1,6 Prozent angepeilt. Das wären 0,6 Prozentpunkte mehr als noch bei der letzten Prognose. Die Fed steht wegen der anhaltend hohen Inflationsrate unter Druck, die Zügel der Geldpolitik anzuziehen.

Die Zinsprognosen der Fed repräsentieren die im Mittel von den Mitgliedern des Zentralbankrats erwarteten Zinsschritte. Sie sind für die Notenbanker nicht bindend. Sie können die Geldpolitik stets angesichts der Entwicklung von Konjunktur und Arbeitsmarkt anpassen.

RND/dpa

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