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Umfrage

Wirtschaftsaussichten für 2020: Die Optimisten liegen vorn

„Die Unsicherheit wird hoch bleiben“: Das Institut der deutschen Wirtschaft hat 48 Wirtschaftsverbände befragt.

„Die Unsicherheit wird hoch bleiben“: Das Institut der deutschen Wirtschaft hat 48 Wirtschaftsverbände befragt.

Frankfurt/Berlin.Nach kräftigem Gegenwind im Jahr 2019 haben sich die Aussichten für das kommende Jahr in Teilen der deutschen Industrie wieder etwas aufgehellt. Dies geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter 48    Wirtschaftsverbänden hervor. „Es ist ein zarter Hoffnungsschimmer, aber noch keine Entwarnung“, sagt Michael Hüther, Direktor des arbeitgebernahen IW. „Die Unsicherheit wird hoch bleiben“, meint der Experte.

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„Das Bild insgesamt ist zwar mau. Ein schwerer Konjunktureinbruch wie im Jahr 2009 während der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zeichnet sich aber nicht ab“, meint Hüther. Bauwirtschaft und Privatkonsum seien weiter robust, der Arbeitsmarkt stabil. Für 2020 rechnet das IW mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Europas größter Volkswirtschaft um 0,9 Prozent – 2018 lag das Wachstum noch bei 1,5 Prozent.

Für das kommende Jahr dominieren die Optimisten die Pessimisten. Der Umfrage zufolge gehen 19 Verbände von einer etwas höheren Geschäftstätigkeit der Mitgliedsfirmen als 2019 aus. Ein kräftiges Plus wird allerdings in keiner Branche erwartet. Zwölf Verbände rechnen mit sinkender Produktion, der Rest geht von unveränderten Geschäften aus.

Zu den Optimisten zählen unter anderem die Bauindustrie und die Immobilienwirtschaft, die von der boomenden Wohnungsnachfrage profitieren. Das Handwerk, Handel, Versicherungen und teilweise auch Banken sind den Angaben zufolge ebenfalls zuversichtlich.

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Die Herausforderungen bleiben zugleich groß: Internationale Handelskonflikte, Digitalisierung, Strukturwandel und Konjunkturabkühlung verunsichern und belasten die Geschäfte. So gaben 32 von 48 Verbänden an, dass die wirtschaftliche Situation der Firmen zur Jahreswende 2019/2020 schlechter sei als vor einem Jahr. Dies betrifft den Angaben zufolge besonders große und exportorientierte Branchen wie etwa die Autoindustrie. Maschinenbau sowie Stahl- und Metallverarbeitung erwarten weitere Produktionsrückgänge.

Mit weniger Beschäftigten im Jahresschnitt als 2019 rechnen Kreditinstitute sowie die Versicherungswirtschaft. Im Bergbau sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft schlage sich der Kapazitätsabbau infolge der Energiewende nieder.

Von RND/dpa

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