Satelliten-Internetdienst

Bericht: SpaceX „nicht in der Lage“, Starlink in der Ukraine weiter zu finanzieren

Ein Starlink-Satellit der Firma SpaceX.

Ein Starlink-Satellit der Firma SpaceX.

Washington. Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX hat einem US-Medienbericht zufolge gewarnt, dass sie womöglich nicht länger die Kosten für den kriegswichtigen Betrieb seines Satelliten- Internetdienstes in der Ukraine übernehmen kann.

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„Wir sind nicht in der Lage, weitere Empfangsanlagen an die Ukraine zu spenden oder die bestehenden Terminals auf unbestimmte Zeit zu finanzieren“, zitierte der Sender CNN am Donnerstagabend (Ortszeit) aus einem Brief des Unternehmens an das US-Verteidigungsministerium vom September. Die Firma forderte das Pentagon demnach auf, die Kosten für die Nutzung von Starlink durch die ukrainische Regierung und deren Militär zu übernehmen.

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Wenige Tage nach Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar hatte Tech-Milliardär Musk seinen Starlink-Dienst in der Ukraine aktiviert und später die nötigen Empfangsanlagen geliefert. Das System stellt schnelle Internet-Verbindungen über eigene Satelliten her. In Gebieten, in denen es aufgrund zerstörter Infrastruktur keinen Zugang zu Mobilfunk und Internet mehr gibt, dient es sowohl Zivilisten als auch dem ukrainischen Militär als zentrales Kommunikationsmittel.

Berichte über Starlink-Ausfälle an der Frontlinie

In dem Brief von SpaceX hieß es laut CNN weiter, der Betrieb koste bis Ende des Jahres mehr als 120 Millionen Dollar (rund 122,6 Mio Euro). In den kommenden zwölf Monaten seien es fast 400 Millionen Dollar. Im Juli habe der ukrainische Oberbefehlshaber Waleryj Saluschnyj fast 8000 zusätzliche Starlink-Terminals angefordert, schrieb CNN unter Berufung auf weitere Dokumente.

Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge hatten ukrainische Truppen jüngst Ausfälle von Starlink-Geräten an der Frontlinie gemeldet. Demnach spielt das System bei den seit Wochen laufenden Gegenoffensiven des ukrainischen Militärs eine zentrale Rolle. Als Reaktion twitterte Musk: „Was auf dem Schlachtfeld passiert, ist vertraulich.“

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Anfang Oktober hatte er zudem mit einem Vorschlag für Aufsehen gesorgt, wonach die Ukraine die Krim an Russland abtreten und für andere Gebiete im Süden und Osten des Landes ein Referendum unter Aufsicht der UN abgehalten werden sollte.

RND/dpa

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