Bis zu 7,3 Prozent günstiger als im Vorjahr

Hier sind die Preise gesunken – trotz Inflation

Die Preise für Bahntickets fielen laut Ifo-Institut um 2,5 Prozent.

Die Preise für Bahntickets fielen laut Ifo-Institut um 2,5 Prozent.

Die Preise steigen so stark, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Bedrängnis geraten. Das Statistische Bundesamt schätzte die Inflationsrate im November auf 10 Prozent. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als im Vormonat, aber trotzdem noch deutlich höher als im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Im November 2021 betrug die Inflationsrate laut Statistischem Bundesamt 5,2 Prozent. Doch in einigen Bereichen sanken die Preise trotzdem, wie die Behörde mitteilte. Das Amt verglich die Preise im Oktober 2022 mit denen im gleichen Monat des vergangenen Jahres.

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Mobilfunk und Bahnfahren ist günstiger

Vor allem Software und Telekommunikationsdienstleistungen wurden günstiger. Betriebssysteme und andere Computersoftware waren 7,3 Prozent billiger als im Vorjahr. Für drahtlose Telekommunikationsdienstleistungen fielen die Preise um 3,4 Prozent.

Die Preise für Spiel- und Hobbywaren sanken um 3 Prozent. Dienstleistungen in Altenwohnheimen und ähnlichen Einrichtungen wurden um 2,8 Prozent günstiger. Die Preise für Bahntickets und Fernsehgeräte fielen um jeweils 2,5 Prozent.

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Deshalb sanken die Preise

„Die aktuelle Inflationsdynamik ist im Wesentlichen durch steigende Energie- und Rohstoffpreise getrieben“, erklärt Sascha Möhrle, Inflationsprognostiker am Ifo-Institut. Alle Bereiche, in denen die Preise sanken, hätten gemeinsam, dass sie von den steigenden Energiepreisen kaum oder gar nicht betroffen seien, so Möhrle gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Grund für die sinkenden Ticketpreise sind länger verfügbare Sparangebote der Bahn, wie das Ifo-Institut bekannt gab.

Bei Telekommunikationsdienstleistungen würden schon seit Jahren die Preise sinken, so Möhrle. Das liege unter anderem daran, dass technische Neuerungen den Mobilfunkanbietern erlauben, ihre Tarife günstiger zu gestalten.

Gleichzeitig werden technische Produkte besser, aber nicht in gleichem Verhältnis teurer. Das Statistische Bundesamt sagt dazu gegenüber dem RND: „Bleibt der Preis bei höherer Qualität gleich, so wird dies in der Verbraucherpreisstatistik als Preisrückgang verbucht.“ Das betrifft zum Beispiel Smartphones, Fernsehgeräte und Computer. Wer sich letztes Jahr ein technisches Gerät gekauft hat, wird also dieses Jahr für den gleichen Preis wahrscheinlich ein besseres bekommen.

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Die Verbraucherpreise für Altenheime und ähnliche Einrichtungen sanken, weil es 2017 und 2021 eine Änderung in der Pflegeverordnung gab. Die Reform habe die Preisentwicklung für gesetzlich Versicherte gedämpft, so das Statistische Bundesamt gegenüber dem RND.

Größere Preisunterschiede bei Spielen

Die günstigeren Preise für Spielwaren sieht das Statistische Bundesamt vor allem in Zusammenhang mit Konsolen- und PC-Spielen. „Die Spiele unterliegen größeren Preisunterschieden und je nachdem, welche Spiele gerade am meisten verkauft werden, führen diese Preisunterschiede zu einer volatilen Preisentwicklung“, so das Amt. Die Preise für Brettspiele seien hingegen stabil. Preise für Computersoftware seien schon in den letzten zwei bis drei Jahren gesunken, so Experte Möhrle gegenüber dem RND.

Weniger Gastronomen planen Preise zu erhöhen

Im November planen weniger Unternehmen, die Preise zu erhöhen als im Vormonat, wie das Ifo-Institut in einer Umfrage herausfand. Das betrifft vor allem die Gastronomie und den Einzelhandel mit Fahrrädern und Textilherstellern. Das Papiergewerbe plant sogar, die Preise zu senken. Die Preise für Spielwaren könnten zum Weihnachtsgeschäft steigen. Denn im Vergleich zum Vormonat planen deutlich mehr Händlerinnen und Händler, ihre Preise zu erhöhen.

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