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Eine Chance für das Handwerk?

Handwerkspräsident Wollseifer: „Aus der Ukraine kommen Menschen, die was draufhaben“

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer fordert Steuersenkungen für die Branche.

Berlin. Handwerks­präsident Hans Peter Wollseifer geht davon aus, dass viele aus der Ukraine Geflüchtete schnell in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden können. „Aus der Ukraine kommen Menschen, die was draufhaben. Und die können wir gut gebrauchen“, sagte Wollseifer im Interview mit dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND).

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Nach den bisherigen Erfahrungen mit bereits in Deutschland tätigen Ukrainern sei das Ausbildungsniveau „sehr gut“, so Wollseifer weiter. „Wo etwas fehlt, können wir in unseren 600 handwerklichen Bildungszentren nachqualifizieren“, sagte er. „Arbeit ist ein zentraler Bestandteil von Integration. Und das Handwerk steht bereit zu helfen“, fügte er hinzu.

„Derzeit kommen vor allem Frauen, und auch die bekommen wir sehr schnell in den Arbeitsmarkt integriert, wenn die Kinder in Kitas und Schulen gehen“, betonte Wollseifer. „Ich denke an unsere Lebensmittel­handwerke, wo Verkäuferinnen in Bäckereien und Fleischereien händeringend gesucht werden. Und auch in anderen Branchen fehlt Personal.“

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Wollseifer sieht Lindners Tankrabatt kritisch: „Nur die zweitbeste Idee“

Der Handwerks­präsident warnt derweil vor Insolvenzen infolge steigender Energiepreise und fordert die Bundes­regierung zu Steuersenkungen auf. „Die explodierenden Preise für Strom, Öl, Sprit und Gas sind im Moment das größte Problem für die Betriebstätigkeit. Und davon sind tatsächlich alle Handwerks­betriebe betroffen – zu 100 Prozent“, sagte Wollseifer.

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Man dürfe nicht vergessen, dass zwei Jahre Pandemie bei vielen Betrieben die Rücklagen aufgezehrt hätten, so Wollseifer weiter. „Die Liquiditätsdecke ist also extrem dünn. Dass jetzt noch wesentliche Teuerungen bei Material und Energie hinzukommen, wird Existenzen im Handwerk kosten, wenn die Politik nicht eingreift“, fügte er hinzu.

Finanzminister Christian Lindner hat mit seinem Tankrabatt einen Vorschlag gemacht, der zumindest unmittelbar helfen könnte. So ein Rabatt an der Zapfsäule wirkt schnell – ein Vorteil“, sagte Wollseifer weiter. „Der Nachteil ist, dass man befürchten muss, dass die Ölgesellschaften nicht den ganzen Rabatt an die Kundschaft weitergeben. Deshalb ist ein solcher Rabatt nur die zweitbeste Idee.“

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Die beste sei aus seiner Sicht eine Senkung der Steuer auf Energie, betonte der Handwerks­präsident. „Die Energiesteuern müssen runter. Ich plädiere dafür, die Steuersätze für Strom, Öl, Kohle und Gas auf den europäischen Mindestsatz zu senken. Das wäre ein substanzieller Beitrag des Staates, und da ließe sich auch gut kontrollieren, ob die Entlastung beim Endverbraucher ankommt“, sagte er. „Auch die neue CO₂-Abgabe befristet auszusetzen wäre ein Entlastungsschritt.“

Lesen Sie hier das ganze Interview auf RND.de

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