Sieben Prozent weniger Erträge pro Grad

Klimawandel: Experten warnen vor Folgen für Weizenproduktion

Der Klimawandel sorgt auch für Schwierigkeiten bei der Lebensmittelversorgung.

Berlin. Auswirkungen des Klimawandels dürften aus Expertensicht in den kommenden Jahren eine Herausforderung für die Weizenproduktion werden. Studien deuten auf einen Ertragsrückgang von sieben Prozent pro Grad Temperaturerhöhung hin, wie aus einem in Berlin veröffentlichten Strategiepapier der Organisation Wheat Initiative hervorgeht.

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Es ist laut einer Mitteilung Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen von Weizenforscherinnen und -forschern sowie Vertreterinnen und Vertretern von Regierungen und Pflanzenzüchtungsunternehmen.

Erhöhter Druck wegen sinkendem Grundwasser und geringerem Pestizideinsatz

In bewässerten Regionen habe die verringerte Verfügbarkeit von Wasser bereits einen starken Einfluss, heißt es im Bericht. Erwartet werde noch eine Verschärfung durch sinkende Grundwasserspiegel und abnehmende Niederschlagsmengen. Zu erwarten sei auch erhöhter Druck, den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmittel zugunsten des Klima- und Umweltschutzes zu verringern. Zu den Forschungsprioritäten zählen laut dem Papier unter anderem die Steigerung der genetischen Vielfalt und das Verständnis der Wurzel- und Bodenbiologie.

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Die Wheat Initiative war 2011 auf Initiative der G20-Landwirtschaftsminister gegründet worden. Die Organisation vernetzt Weizenforschung weltweit und will einen Beitrag dazu leisten, den Anbau zu sichern. Laut Bericht gab es 2020 allein in Australien, Kanada, China, Spanien und den USA rund 770 Forschungsprojekte zu Aspekten wie etwa Weizen-Verbesserung. Im Unterschied zu Reis, der größtenteils im Produktionsland konsumiert werde, werde bei Weizen fast ein Viertel der globalen Produktion international gehandelt, wie es im Bericht heißt.

RND/dpa

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