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Studie: Viele sind mit der Pflege ihrer Angehörigen zu Hause überlastet

Wer pflegebedürftig wird, bekommt seit 25 Jahren Unterstützung durch die Pflegeversicherung.

Berlin. Die Pflege von Familienmitgliedern zu Hause spannt viele Angehörige laut einer Studie zeitlich erheblich ein. Im Schnitt werden für die Unterstützung von Pflegebedürftigen pro Tag mehr als achteinhalb Stunden aufgewendet, wie eine Umfrage im Auftrag das Wissenschaftlichen Instituts der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) ergab. Mehr als sechs Stunden davon übernehmen demnach die jeweiligen Haupt-Pflegepersonen, rund 1,5 Stunden pro Tag andere wie Freunde und Verwandte. Knapp eine Dreiviertelstunde entfällt auf Pflegedienste.

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Mehr als ein Viertel leidet psychisch unter der Pflege Angehöriger

Bei der zeitlichen Beanspruchung gibt es laut der Umfrage aber Unterschiede. Demnach wendet die Hälfte der Angehörigen rund vier Stunden oder weniger pro Tag für die Pflege auf. Bei einem Viertel der Haushalte sind es dagegen mehr als sieben Stunden – besonders zeitaufwendig ist es bei Pflegebedürftigen mit hohen Pflegegraden und Demenz. Insgesamt ergab die Studie für knapp 26 Prozent der befragten Pflegenden eine “hohe Belastung”, wobei etwa körperliche Erschöpfung, Lebenszufriedenheit und psychische Belastung einbezogen wurden.

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Professionelle Versorgung in Heimen und der häuslichen Pflege erschöpft

Befragt wurden vom Institut Forsa den Angaben zufolge im Dezember und Januar 1100 Menschen ab 18 Jahren, die Haupt-Pflegepersonen eines zu Hause betreuten Menschen mit anerkanntem Pflegegrad sind.

Studien-Mitherausgeberin Antje Schwinger sagte, es greife zu kurz, bei der Weiterentwicklung der Pflege nur über eine Begrenzung der Eigenanteile für Heimbewohner zu sprechen. „Auch in der häuslichen Pflege gibt es erhebliche Belastungen.“ Diese seien aber nicht zuerst finanzieller Art, sondern lägen vor allem in der zeitlichen und emotionalen Belastung der hauptsächlich für die Pflege zuständigen Personen. Leistungen und Hilfen der Pflegeversicherung müssten noch stärker differenziert und gezielt jenen Haushalten gewährt werden, die besonders hohen Bedarf haben oder in Krisensituationen sind.

RND/dpa

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