Wegen Corona-Krise: Erdüberlastungstag drei Wochen später

Die Corona-Pandemie verringert ökologische Schäden für dieses Jahr.

Die Corona-Pandemie verringert ökologische Schäden für dieses Jahr.

Berlin. Die Corona-Pandemie hat den ökologischen Fußabdruck der Menschheit in diesem Jahr schrumpfen lassen. Damit hat sich auch das Datum des sogenannten Erdüberlastungstags nach hinten verschoben. Nach wissenschaftlichen Berechnungen sind nun an diesem Samstag (22. August) weltweit bereits alle erneuerbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht, teilten das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und mehrere Umweltschutzorganisationen mit. Bis Ende Dezember wird die Menschheit deshalb “auf Pump” über ihre Verhältnisse leben.

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Überlastung erst drei Wochen später - wegen Corona

Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Erdüberlastungstag weltweit allerdings drei Wochen später. Eine solche Verbesserung gab es seit Jahren nicht mehr. Allerdings ist dieser positive Umwelttrend mit fast zehn Prozent weniger Ressourcenverbrauch eine direkte Folge des wirtschaftlichen Corona-Lockdowns in den meisten Ländern. Die wichtigsten Faktoren waren dabei nach PIK-Angaben der Rückgang des Holzschlags und der CO2-Emissionen. Die Menschheit verbraucht nach den Kalkulationen der Forscher derzeit aber immer noch 60 Prozent mehr Ressourcen als durch die Natur regenerierbar sind.

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Die Berechnungen zum Weltüberlastungstag erstellen das Global Footprint Network und die York University. Sie basieren auf dem Konzept des ökologischen Fußabdrucks. Für ihn werden zwei rechnerische Größen gegenüber gestellt: Zum einen die biologische Kapazität der Erde zum Aufbau von Ressourcen sowie zur Aufnahme von Müll und Emissionen, zum anderen der Bedarf an Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Fischgründen, den die Menschen derzeit für ihre Lebens- und Wirtschaftsweise verbrauchen. Gegenwärtig machen die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brenn- und Treibstoffe 57 Prozent des ökologischen Fußabdrucks der Menschheit aus.

RND/dpa

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