„Was für ein wundervoller Tag“: Nasa-Rover „Perseverance“ auf dem Mars gelandet

Das erste vom Perseverance-Rover gesendete Bild der Marsoberfläche, kurz nach der Landung im Jezero-Krater.

Das erste vom Perseverance-Rover gesendete Bild der Marsoberfläche, kurz nach der Landung im Jezero-Krater.

Cape Canaveral. Der US-Rover „Perseverance“ ist erfolgreich auf dem Mars gelandet. „Landung bestätigt“, hieß es am Donnerstag aus dem Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde Nasa im kalifornischen Pasadena - und unter den Ingenieuren und Wissenschaftlern brandete Applaus und Jubel auf. Schon wenige Minuten nach der Landung schickte „Perseverance“ erste pixelige Schwarz-Weiß-Fotos - darauf zu sehen sind unter anderem Schatten und Räder des Rovers sowie Oberfläche und Horizont des Mars.

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Mitarbeiter des Mars-Rover-Teams Perseverance sehen in der Missionskontrolle zu, wie die ersten Bilder wenige Augenblicke nach der erfolgreichen Landung des Raumfahrzeugs auf dem Mars eintreffen.

Mitarbeiter des Mars-Rover-Teams Perseverance sehen in der Missionskontrolle zu, wie die ersten Bilder wenige Augenblicke nach der erfolgreichen Landung des Raumfahrzeugs auf dem Mars eintreffen.

Präsident Joe Biden gratuliert

„Was für ein wundervoller Tag“, sagte der kommissarische Nasa-Chef Steve Jurczyk. „Was für ein wundervolles Team, das durch alle Widrigkeiten und Herausforderungen gearbeitet hat, die die Landung eines Mars-Rovers mit sich bringen - und dann auch noch die Herausforderungen der Corona-Pandemie.“ US-Präsident Joe Biden gratulierte allen Beteiligten über Twitter zur erfolgreichen Landung: „Heute ist wieder bewiesen worden, dass mit der Kraft von Wissenschaft und amerikanischem Einfallsreichtum nichts unmöglich ist.“

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„Hallo, Welt“: Nasa postet erste Bilder

Bislang hat sich der Mars bei Landungen immer wieder als Todesfalle für Raumfahrzeuge vom Planeten Erde erwiesen. Den USA gelang es allerdings mit „Perseverance“, ihren bisher größten und technisch fortschrittlichsten Rover auf dem Mars aufzusetzen. Das gelang bisher auch allen vier vorangegangen Rovern. Der erste Lander erreichte bereits in den 1970ern erfolgreich sein Ziel. Ein chinesischer Rover soll im Mai oder Juni ebenfalls auf dem Roten Planeten landen.

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„Sieben Minuten Terror“

Um den Mars ist derzeit ohnehin einiges los. Die chinesische Sonde umkreist den Planeten seit vergangener Woche ebenso wie eine aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Alle drei Staaten nutzten für ihre Raketenstarts im Juli ein günstiges Zeitfenster, in dem Erde und Mars in der richtigen Konstellation zueinander standen und nur rund 480 Millionen Kilometer voneinander entfernt lagen.

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Die Einsatzleitung im Jet Propulsion Laboratory in Pasadena hatte sich auf, wie die Nasa es beschrieb, „sieben Minuten Terror“ vorbereitet, in denen die Flugkontrolleure nur hilflos zuschauen können, ob die Landung wie programmiert klappt. „Perseverance“ trat mit einer Geschwindigkeit von 19.500 Kilometern pro Stunde in die Mars-Atmosphäre ein und wurde dann mit einem Fallschirm abgebremst. Eine raketengetriebene Plattform, der „Sky Crane“ ließ kurz über der Oberfläche den sechsrädrigen Rover auf den Marsboden herab. Elfeinhalb Minuten benötigte letztlich das Signal über die geglückte Landung bis zur Erde.

Mars-Landung ist Herausforderung

Der Mars hat sich als gefährlicher Ort für menschengemachte Maschinen erwiesen: 1999 zerschellte eine US-Raumsonde beim Eintritt in die Atmosphäre, weil Ingenieure metrische und englische Maße durcheinandergebracht hatten. Kurz darauf verunglückte ein US-Landegerät, dessen Motoren zu früh aus gingen.

RND/AP

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