Zwickmühle: Wenn der neue Partner einer Freundin nervt

Eine neue Partnerschaft stellt Freundschaften oft auf die Probe.

Eine neue Partnerschaft stellt Freundschaften oft auf die Probe.

Hamburg. Wer den neuen Partner einer guten Freundin (oder eines guten Freundes) auf den ersten Blick unsympathisch findet, sollte sich Diplom-Psychologin und Paartherapeutin Christine Geschke zufolge einen zweiten Eindruck verschaffen, bevor die Freundin mit dem Gedanken konfrontiert wird: „Im Affekt sollte keiner üble Kritik äußern.“ Denn womöglich hänge ein unangenehmes Verhalten des Gegenübers mit dessen eigener Unsicherheit zusammen.

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Christine Geschke ist Diplom-Psychologin und Paartherapeutin aus Hamburg.

Christine Geschke ist Diplom-Psychologin und Paartherapeutin aus Hamburg.

Eine Ausnahme gibt es Geschke zufolge aber: Kristallisiert sich heraus, dass der neue Partner ein aggressives Verhalten an den Tag legt und damit eine Grenze überschreitet, sollte das direkt kommuniziert werden.

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Wenn der neue Partner einer Freundin nervt: So äußern Sie Bedenken

Was, wenn sich der Eindruck allerdings über einen längeren Zeitraum hinweg verhärtet? Psychologin Berit Brockhausen rät in der Zeitschrift „Emotion“ (Ausgabe 1/2020), zunächst ergebnisoffen das Gespräch mit der Freundin zu suchen. So könne man herausfinden, was sie an diesem Mann überzeugt. Zudem ist laut Geschke besondere Vorsicht geboten: „Wer frisch verliebt ist, befindet sich in einem Hormonrausch – und sieht die Fehler des anderen nicht.“ Deshalb sollten Bedenken mit entsprechenden Formulierungen entschärft werden, indem beispielsweise gesagt wird „Ich habe den Eindruck…“ oder „Ich habe beobachtet…“ und angefügt wird „Wie siehst du das eigentlich?“.

Eifersucht und Beziehungsneid als mögliche Hintergründe

Des Weiteren sollte man sein eigenes Verhalten hinterfragen, sagt Geschke. Vielleicht sei der Hintergrund für die Abneigung gegenüber dem neuen Partner Eifersucht. Schließlich könnte die Freundin von nun an weniger Zeit haben. Und auch Beziehungsneid sei denkbar. „Man wünscht sich selbst so sehr, in festen Händen zu sein, dass es einem schwer fällt, es jemand anderem zu gönnen“, erklärt Geschke.

In solchen Fällen müssten Betroffene mit sich selbst Frieden finden.

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Den Wunsch äußern, die Freundin ohne Partner zu treffen

Brockhausen stellt aber auch klar: Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Freundin einen anderen, etwas problematischen Geschmack hat. Dann müsse man sich die Frage stellen, ob der neue Partner ihr zuliebe trotzdem ausgehalten wird oder nicht. „Als Freundin darf man durchaus den Wunsch äußern, sich gelegentlich auch zu zweit zu treffen“, meint Geschke. Wer hingegen offen kommuniziert, den Partner nicht mehr so oft sehen zu wollen, müsse mit der Reaktion der Freundin leben, ergänzt Brockhausen.

RND/jo/dpa

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