Naturparadiese

Raus in die Natur: Das sind die 10 beliebtesten Nationalparks Europas

Der Windermere ist der größte See Englands und liegt im Lake-District-Nationalpark.

Von schroffen Küsten, einsamen Buchten über dichte Wälder bis hin zu majestätischen Gebirgen bieten Nationalparks atemberaubende Landschaften. In Europa gibt es mehrere Hundert dieser geschützten Naturparadiese. In Deutschland sind es 16 Nationalparks, die Fotografiebegeisterte und Wanderfans gleichermaßen anziehen. Doch welcher Nationalpark in Europa ist am beliebtesten?

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Das hat sich Tui genauer angesehen. Der Reiseveranstalter hat 350 europäische Parks anhand der Hashtag-Zahlen auf Instagram sowie der Fünf-Sterne-Bewertungen auf Google miteinander verglichen. Aus den Ergebnissen wurde ein Beliebtheits-Score erstellt. Das Ergebnis ist eine Liste der 150 beliebtesten Nationalparks Europas.

Während Deutschland mit dem Harz erst auf Platz 17 kommt, erobern andere Urlaubsländer die Spitzenpositionen. Wir stellen die Top 10 der Nationalparks und was sie Reisenden zu bieten haben genauer vor.

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Platz 10: Gargano-Nationalpark, Italien

Der Gargano-Nationalpark in Apulien grenzt an eine 150 Kilometer lange zerklüftete Kalksteinküste, mit versteckten Buchten und zahlreichen Sandstränden. Gleichzeitig wachsen in dem 12.000 Hektar großen Schutzgebiet dichte Wälder aus Kiefern und Steineichen sowie Mandel-, Orangen- und Olivenhainen.

Als das „Herz des Gargano-Nationalparks“ gilt die Foresta Umbra mit Buchen und Kiefern. Die Gargano-Nationalpark-Behörde bezeichnet die Vegetation des Waldes als die „vielleicht üppigste in Süditalien“. Eingebettet in diese wilde Naturlandschaft liegen malerische Dörfer mit engen Gassen und weiß getünchten Häusern wie Vico, Vieste, San Menaio, Peschici oder Mattinata. Auch die Seen Lago di Lesina und Lago di Varano sind Teil des Nationalparks, ebenso wie die nördlich des Festlandes vorgelagerten Tremiti-Inseln.

Das hübsche Dorf Vico del Gargano ist Teil des Gargano-Nationalparks.

Mit zwölf Ökosystemen bietet der Park eine der reichsten Artenvielfalten in Europa. „Das Zusammenspiel der verschiedenen Lebensräume auf so engem Raum macht den Gargano eher zu einer Insel als zu einem Gebirge, das im Übrigen mit dem Monte Calvo nur 1065 Meter hoch ist“, erklärt die Parkverwaltung.

Mit 949.000 Instagram-Hashtags, 14.629 Fünf-Sterne-Bewertungen auf Google und einem Beliebtheits-Score von 27 belegt der Nationalpark insgesamt Platz zehn im Ranking.

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In der Foresta Umbra liegen idyllische Seen.

Platz 9: Dartmoor-Nationalpark, England

Der Dartmoor-Nationalpark in der südenglischen Grafschaft Devon hat es mit 1.194.000 Instagram-Hashtags, 12.762 Fünf-Sterne-Bewertungen und einem Beliebtheits-Score von 27 auf Platz neun unter den beliebtesten Naturzielen geschafft. Er ist einer von insgesamt zehn Nationalparks in England.

Der rund 95.300 Hektar große Nationalpark (fast achtmal größer als der Gargano) inspirierte zu zahlreichen Büchern und Filmen, darunter Arthur Conan Doyles „Der Hund von Baskerville“. Die mystische Landschaft ist geprägt von Torfmooren, Heideland, historischen Steinkreisen, alten Eichenwäldern und markanten Granitfelsen, den „Tors“ – darunter die bekannten Haytor und Hound Tor. Insgesamt gibt es laut Nationalparkverwaltung 365 dieser Felsen, die Kletterfans ideale Bedingungen zum Bouldern bieten. Der British Mountaineering Council informiert über Klettergebiete, Touren und Richtlinien im Park.

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Die „Upper Erne Stone Row“ erstreckt sich über 3,3 Kilometer und gilt als längste Steinreihe der Welt. Neben prähistorischen Sehenswürdigkeiten zählt die alte Clapper Bridge in Postbridge zu den Highlights, dort befindet sich auch eins von drei Besucherzentren. Die anderen zwei liegen in Princetown sowie in Haytor.

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Zahlreiche Wanderwege führen durch die beeindruckende Landschaft, vorbei an grasenden Kühen, Schafen und den berühmten Dartmoor-Ponys, ohne große Höhenunterschiede. Der High Willhays ist mit 621 Metern der höchste Punkt Südenglands.

Die Haytor Rock am östlichen Rand des Dartmoor-Nationalparks sind tolle Wanderziele.

Platz 8: Cilento, Vallo di Diano und Alburni, Italien

Der Nationalpark Cilento, Vallo di Diano und Alburni wurde 1998 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Nach dem Nationalpark Pollino (192.565 Hektar) ist er mit 181.048 Hektar der zweitgrößte Naturschutzpark Italiens. Er erstreckt sich von der Tyrrhenischen Küste mit den beiden Meeresschutzgebieten „Santa Maria di Castellabate“ und „Costa degli Infreschi e della Masseta“ bis zum Fuß des Kampanischen und Lukanischen Apennin.

Die vielfältige Natur ermöglicht spektakuläre Wanderungen entlang der Küste und durch das hügelige Hinterland. Besonders imposant zeigen sich die Gipfel der Monti Alburni und des Monti Gelbison sowie die Küstenausläufer des Monte Bulgheria und des Monte Stella. Den höchsten Punkt Kampaniens bildet laut der Nationalparkbehörde der 1899 Meter hohe Monte Cervati in der Provinz Salerno.

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Dazwischen bestechen charmante Dörfer und antike Tempelruinen, darunter die archäologischen Stätten der Städte Paestum und Velia und die Certosa di San Lorenzo in Padula. Mit 1.298.000 Instagram-Hashtags, 13.690 Fünf-Sterne-Bewertungen und einem Beliebtheits-Score von 27 belegt er Platz acht.

Ein Stück griechische Kultur in Italien: Paestum war eine bedeutende antike griechische Stadt. Heute sind drei antike Tempel-Ruinen zu besichtigen.

Platz 7: Calanques-Nationalpark, Frankreich

Prominent zwischen den Städten Marseille und Cassis an der Küste des Départements Bouches-du-Rhône (Region Provence-Alpes-Côte d’Azur) gelegen, umfasst der Calanques-Nationalpark neben 8500 Hektar Land auch 43.500 Hektar Meer in den Kernzonen. Zum Nationalpark gehören zudem die vier Kilometer vor Marseille gelegenen Frioul-Inseln. Damit ist er der einzige Nationalpark des Mittelmeerraums, zu dem Festland, Inseln und ein Seegebiet gehören.

Bekannt ist das gigantische Gebiet für seine bis zu 600 Meter hohen, steilen Kalksteinfelsen, tiefblauen Buchten, die an Fjorde erinnern, und spektakuläre Wanderwege. 630.000 Instagram-Hashtags, 16.056 Fünf-Sterne-Bewertungen und ein Beliebtheits-Score von 27 bringen ihm damit Platz sieben im Ranking ein.

Der berühmte Calanques-Nationalpark bietet eine traumhafte Fotokulisse.
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Wer die Calanques besuchen will, sollte das im Frühjahr oder Herbst tun. Wegen Brandschutzgefahr wird der Zugang zu den Buchten vom 1. Juli bis 30. September reglementiert. Von Mitte Juni bis Mitte September ist für die Calanque de Sugiton Marseille eine Reservierung erforderlich, erklärt das Fremdenverkehrsbüro Cassis.

Platz 6: Abruzzen, Latium und Molise, Italien

Der Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise ist nach eigenen Angaben der älteste Naturpark Italiens. Seine Ursprünge reichen bis in die 1920er-Jahre zurück. Heute schützt die 50.000 Hektar große Parkfläche eine der letzten Wildnisregionen Italiens. Wölfe, Braunbären und Adler finden in dem Park eine Heimat in unberührter Natur.

Der Park deckt drei Regionen (Abruzzen, Latium und Molise) ab. Insgesamt besteht das Areal aus 24 Gemeinden. Die Kleinstädte und die Bergdörfer bieten Einblicke in das traditionelle Leben. Im mittelalterlichen Dörfchen Civitella Alfedena, das sich an die Hänge des Monte Sterpi d’Alto schmiegt, befindet sich das Wolfszentrum mit Museum. In Pizzone, das auf der Liste der Borghi autentici d’ italia (Authentische Dörfer Italiens) steht, liegt das Besucherzentrum und Bärenmuseum „MOrso“.

Pizzone, ein mittelalterliches Dorf in der italienischen Region Molise, liegt eingebettet in die unberührte Natur der Grashochebene von Vallefiorita und der Metaberge.

Der Park lockt mit geführten Touren, Wanderungen, Workshops und ökologischen Programmen. Über 150 markierte Ökotourismusrouten führen auf einer Gesamtlänge von 250 Kilometern durch die Natur.

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Die italienischen Parks sowie die englischen Parks punkten im Ranking insbesondere mit ihrer Instagramability, denn alle Parks (bis auf Gargano mit 949.000 Hashtags) haben mehr als eine Million Hashtags. Der Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise, Italien belegt mit 9.087.000 Instagram-Hashtags, 10.850 Fünf-Sterne-Bewertungen und einem Beliebtheits-Score von 28 den sechsten Platz.

Platz 5: New-Forest-Nationalpark, England

Der New-Forest-Nationalpark hat es unter die Top 5 der beliebtesten Nationalparks in Europa geschafft. Mit 1.205.000 Instagram-Hashtags, 19.524 Fünf-Sterne-Bewertungen und einer Gesamtpunktzahl von 30 konnte er sich im Ranking vor den Abruzzen-Nationalpark setzen.

Anders, als der Name vermuten lässt, gibt es im New Forest (zu Deutsch: neuer Wald) nicht nur Bäume. Er ist „ein Flickenteppich aus alten und dekorativen Wäldern, offenen Heideflächen, Flüssen und Talmooren sowie einer Küstenlinie aus Watten und Salzwiesen“, beschreibt die Nationalparkbehörde das Naturparadies. Es umfasst zudem mit über 10.000 Hektar – das entspricht 14.000 Fußballfeldern – das größte Heidegebiet Südenglands.

Ein New-Forest-Pony grast in der Heidemoorlandschaft von Fritham.
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Bekannt ist der Nationalpark für seine frei laufenden Ponys, Esel, Rinder, Schweine und stellenweise auch Schafe. Die Nationalparkbehörde weist darauf hin, dass diese weder gestreichelt noch gefüttert werden sollen. Das Watt ist wiederum Rastplatz für Zehntausende von Wattvögeln.

Die Küstenlinie des Nationalparks erstreckt sich auf rund 42 Kilometern. Dort ist das Naturschutzgebiet Lymington und Keyhaven Marshes eins von vielen Wanderhighlights innerhalb des Parks. Es liegt im Hampshire County Council und ist von einem Wegenetz durchzogen, es führt eine Route entlang des Deichs, mit fantastischen Ausblicken auf die Marschen. Auch der Lepe Country Park mit seinem kilometerlangen Kiesstrand ist ein Highlight an der Küste.

Platz 4: Peak-District-Nationalpark, England

Der Peak-District-Nationalpark ist Englands erster Nationalpark. Er wurde 1951 zum schützenswerten Gebiet erklärt und erstreckt sich über 143.800 Hektar in den Grafschaften Derbyshire, Yorkshire, Staffordshire und Cheshire.

Die kontrastreiche Landschaft gliedert sich in den rauen „Dark Peak“ mit Mooren und Hügeln sowie den idyllischen „White Peak“ mit Dörfern und Schafweiden. Zwar fehlen hier echte Berge (Peaks). Doch spektakuläre Höhlen wie die Treak Cliff Cavern, die Blue John Cavern sowie die markante Thors Höhle an den steilen Hängen des Manifold Valley und die beeindruckende Felsformation „Trinnacle“ bei Oldham zählen zu den Highlights.

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Östlich von Greenfield Village in Oldham befindet sich die Felsformation Trinnacle auf einem Wanderweg entlang der Moore oberhalb von Dovestones.

Laut Visit Britain ist der Peak District einer der am besten angebundenen Nationalparks Großbritanniens, da er nicht weit von Manchester, Leeds, Sheffield und anderen Städten im Norden entfernt liegt. Mit 2.981.000 Instagram-Hashtags, 28.309 Fünf-Sterne-Bewertungen und einem Beliebtheits-Score von 35 belegt der Peak District Platz vier.

Platz 3: Krka-Nationalpark, Kroatien

Nur 85 Kilometer vom beliebten Urlaubsort Split entfernt liegt der Krka-Nationalpark. Das Naturparadies erstreckt sich 45 Kilometer entlang des Flusses Krka zwischen Knin und Skradin und nimmt eine Fläche von 10.950 Hektar ein.

Die Landschaft begeistert mit ihren Wasserfällen, canyonartigen Schluchten und smaragdgrünen Seen zwischen dichten grünen Wäldern. Besonders beeindruckend ist der Skradinski Buk. Er zählt zu den 16 schönsten Wasserfällen des Landes und ist einer der wenigen Wasserfälle Kroatiens, an denen schwimmen erlaubt ist.

Über 17 Stufen und auf einer Länge von 800 Metern rauscht das Wasser aus knapp 46 Metern Höhe hinab und bildet ein spektakuläres Naturschauspiel. Badefans können sich in ausgewiesenen Bereichen erfrischen und die Umgebung genießen. Neben dem Skradinski Buk erwarten dich noch sechs weitere große und mehrere kleine Wasserfälle.

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Am Skradinski Buk ist schwimmen und baden erlaubt.

Der Eintritt in den Naionalpark ist kostenpflichtig. Eine Einzelperson zahlt in der Hauptsaison bis zu 40 Euro. Das tut der Beliebtheit offenbar keinen Abbruch: Mit 464.000 Instagram-Hashtags, und den meisten Fünf-Sterne-Bewertungen in der gesamten Auswertung (43.315 Stück), belegt der Krka-Nationalpark mit einem Beliebtheits-Score von 35 Platz drei im Ranking.

Platz 2: Cinque-Terre-Nationalpark, Italien

Der Cinque-Terre-Nationalpark ist mit 3868 Hektar der kleinste und zugleich am dichtesten besiedelte Nationalpark Italiens. Rund 4000 Einwohner leben in den fünf charmanten Dörfern Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare.

Über Jahrhunderte hat der Mensch hier die steilen Hügel in terrassierte Ackerflächen verwandelt, die sogenannten ciàn, die von kilometerlangen Trockenmauern gestützt werden – ein einzigartiges Merkmal der Region. Diese ungewöhnlich geformte Kulturlandschaft brachte dem Gebiet den Beinamen „Parco dell’Uomo“ (Park des Menschen) und den Status als Unesco-Weltkulturerbe ein.

Entspannen an den bunten Klippen von Riomaggiore in den Cinque Terre.
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Die farbenfrohen Küstenorte, die spektakulären Klippenlandschaften mit ihren Olivenhainen, Weingärten und spektakulären Wanderwegen bieten die perfekte Kulisse für unvergessliche Instagram-Posts. Mit 2.987.900 Hashtags, 34.795 Fünf-Sterne-Bewertungen und einem Beliebtheits-Score von 38 belegt der Nationalpark den zweiten Platz.

Platz 1: Lake-District-Nationalpark, England

Der beliebteste Nationalpark Europas ist der Lake-District-Nationalpark: Mit 5.116.000 Instagram-Hashtags, 36.287 Fünf-Sterne-Bewertungen und einem Beliebtheits-Score von 40 sichert er sich Platz eins und bringt den Titel nach Nordengland.

Diesen verwunschenen Ort gibt es wirklich und er liegt in England in Langdale.

Der Unesco-Weltnaturerbe-Park ist mit 236.200 Hektar der größte Nationalpark Englands und beeindruckt mit spektakulären Landschaften: vom höchsten Gipfel Englands, dem Scafell Pike (978 Meter), bis zum tiefsten See, dem Wastwater (78,6 Meter unter dem Meeresspiegel), und dem größten See des Landes, dem Windermere (14,73 Quadratkilometer). Die zauberhafte Kulisse inspirierte bereits Dichter wie William Wordsworth, der im Dove Cottage bei Grasmere lebte.

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Als besonders malerisch gilt das Langdale Valley. Es ist ein Reiseziel für alle, denen normaler Urlaub zu langweilig ist. Es erstreckt sich westlich von Ambleside bis zu den Langdale Pikes und besteht aus zwei Tälern: Great Langdale und Little Langdale bieten traumhafte Wander- und Campingmöglichkeiten. Unter den beliebten Fotomotiven finden sich die Slater’s Bridge und das Dorf Skelwith Bridge. Im Dorf Elterwater mit dem gleichnamigen See locken ein gemütlicher Pub und Kunsthandwerksläden.

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